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Episode 5: her joy (or: these icy thorns)

 erstellt am 29-06-2007 um 02:29

Ich habe sie noch nie so erlebt. Ihre Worte scheinen mir so reif und so hoffnungsvoll. Ihre Zuversicht, auf das Positive in der Zukunft ist erschreckend, sogar wahnsinnig und doch ist sie in meinen Augen richtig, weil ich diese Frau lange genug kenne, um zu wissen, dass sie solche Sätze nicht loslassen würde, wenn sie es nicht im Gefühl hätte. Ängste begleiten sie und Sorgen nagen an ihr, doch sie macht einfach weiter, ohne zu fragen wofür, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Irgendwas sagt ihr, dass es sich lohnt und sie wirkt so glücklich.
Sie spricht ständig von ihm. Er ist der neue Mann an ihrer Seite. Ich habe sie oft über Männer sprechen gehört, doch nie auf diese Art und Weise. Ich wünsche mir, diese Worte würden mir gelten. Über mich allein soll sie so reden. Warum er und nicht ich? Warum ist er besser? Warum bin ich nicht genauso gut wie er? Vor einem knappen Jahr fiel sein Name zum ersten Mal in einem ihrer Briefe. Eigentlich war es nicht der Name, sie erwähnte diesen Menschen einfach und es war nicht ungewöhnlich, denn sie lernt schnell Menschen kennen. Es blieb einfach dabei, dass sie ihn ab und zu erwähnte, es waren Kleinigkeiten, die er gemacht hatte und die für sie so besonders waren. Aber dieser verträumte Ton zwischen den Zeilen … ob es ihre Absicht war? Oder ein bloßes Hirngespinst von mir? Doch jetzt gehört ihre ganze Liebe ihm. Sie sind schon länger ein Paar, ich war einer der ersten, die es erfuhren. Ich werde nicht mehr von ihr geliebt. Ich habe Angst, vergessen zu werden. Nur noch Vergangenheit zu sein, wenn er nun ihr ganzes Gut an Emotionen für sich beanspruchen darf. Jetzt glänzen ihre grünen Augen nur noch für ihn.
Ich sehe die beiden auf Fotos und es schmerzt. Sie und ein anderer, an der Stelle, wo ich sein möchte. Ich habe diverse Fotos von ihr und ihren Exfreunden gesehen, keines hat mich je so geschmerzt. Sie wirkt noch schöner als zuvor. Ich muss zugeben, dass ich ihn auch sehr hübsch finde, aber an dem guten Geschmack dieser Frau musste ich bisher nur selten zweifeln. Sie sehen sorglos aus, sie blicken müde oder lächelnd in die Linse, sie sprechen einfach für den Moment und strahlen pures Glück aus. Dieses Glück bohrt sich wie ein eisiger Dorn in mein Herz. Hätte sie ihn auch lieb, wenn ich nicht gegangen wäre? Wäre sie jetzt vielleicht doch meine Frau?
Ich bin nicht mehr der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Bin ich es jemals gewesen? Ich lache mich selbst aus für diese Kindereien. Ein Mann meines Alters hat nicht mehr diese Eifersucht auf Kindergartnenniveau zu empfinden und doch fühle ich sie. Der Verstand sagt mir, dass es Blödsinn ist und mein Herz weint währenddessen um sie. Er muss etwas ganz Besonderes sein, einen Gewöhnlichen würde sie nicht so sehr lieben. Natürlich wünsche ich ihr, ihnen beiden, dass das Glück, das sie teilen von ewiger Dauer ist. Ein Teil meines Herzens freut sich auch, dass es der Frau, die ich liebe so gut geht. Das mächtigste Gefühl ist dennoch der Schmerz. Denn zum ersten Mal glaube ich diese Frau an jemanden verloren zu haben. Es ist, als würde man einen Traum, eine Hoffnung begraben. Ich fühle mich so leer.
8.2.09 22:55
 


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